Häufig gestelle Fragen
Woran erkennt man einen „Scharlatan“?
Heiler und Heilige sind keine Synonyme; nicht jeder, der sich so nennt, ist der Inbegriff des edlen Altruisten. Woran verrät sich ein Scharlatan?
- Der Scharlatan verspricht zu viel: nämlich eine rasche, vollständige Genesung von jedem Patienten, egal woran er leidet und egal, wie lange schon.
- Er hält Patienten davon ab, zum Arzt zu gehen und äußert sich pauschal abfällig über die Schulmedizin.
- Er bedrängt Patienten, laufende ärztliche Behandlungen abzubrechen und Medikamente abzusetzen.
- Er verängstigt Patienten mit unüberprüfbaren, angeblich hellsichtigen Diagnosen.
- Er droht Patienten, dass sich ihr Leiden verschlimmern wird, falls sie sich nicht auf ihn einlassen bzw. die Behandlung bei ihm beenden wollen.
Fairerweise muss aber gesagt werden, dass zumindest diese Formen von Scharlatanerie weitaus seltener vorkommen, als Kritiker unterstellen.
Erheblich verbreiteter ist dagegen Etikettenschwindel: Viele Heiler werben damit, sie seien “geprüft”, “anerkannt”, “zugelassen” und zum Beweis dafür zeigen sie Urkunden irgendwelcher Institute oder Vereine vor. Kaum einem Patienten ist bewusst, dass keine Heilerschule, kein Heilerverein irgendein wissenschaftlich abgesichertes Testverfahren einsetzt.
Solche wissenschaftlichen Testverfahren für die Fähigkeiten eines Heilers können nach dem aktuellen Stand der Forschung noch nicht und wohl auch zukünftig nicht entwickelt werden.
Genauso wenig scheint es auch wissenschaftliche Testverfahren für die Fähigkeiten von Ärzten oder Heilpraktikern zu geben. Die meisten Menschen haben es schließlich schon erlebt: Der eine Arzt kann einem helfen, der andere nicht.
Deswegen bleibt auch für die Fähigkeit von Heilern das einzige Kriterium:
Ob sich durch die Behandlung eine reale und spürbare Besserung einstellt!
